Bernkastel-Kues - Stadt der Brunnen und Geschichten

Ferienhaus Mosel auf halbem Weg zur Flussmündung

Bis Briedel bezeichnet man die deutschen Moselabschnitte als Mittelmosel. Dazu gehört Bernkastel-Kues. Auch Mosel Ferienhäuser hier liegen in einem Weinort. Die Moselstadt mit Fachwerkhäusern und vielen Brunnenanlagen ist auch Sitz des Weinmuseums. Darin eignet man sich Weinwissen an, taucht ein in die Weinkultur und kann dieses dann in der Vinothek gleich anwenden. Die alte Stadt Bernkastel umgab eine Stadtmauser in die insgesamt acht Stadttore eingefügt worden waren. Leider ist davon nur noch eines erhalten. Es ist das Graacher Tor in dem heute das Heimatmuseum über die Stadtgeschichte erzählt. Darunter sind auch der Lebenslauf des Kirchenmusikers Hermann Schroeder und verschiedene Wappen und Fahnen ausgestellt.

Ehrenhafter Namensgeber Kues

Nikolaus von Kues stiftete ein Hospital. Das Cusanusstift ist heute ein eindrucksvolles Baudenkmal. Während einer Führung kann man sich selbst davon überzeugen und einen Blick auf die edle Bibliothek werfen, die über wertvolle Handschriften verfügt. Der Kreuzgang gebietet besondere Ehrfurcht. Im Schlussstein des Gewölbes ist das Wappen der Familie Cusanus zu sehen. Die Kapelle steht für Besichtigungen offen. Sie war einst das Zentrum des Hospitals. Besondere Beachtung verdient die schlanke Mittelsäule, auf der das Gewölbe lastet. Auf der Nordwand ist das Weltgericht dargestellt, wie es sich der Stifter vorstellte. Auf dem Passionsaltar wurde der Stifter unter dem Kreuz verewigt. Unter einer Messingplatte befindet sich sein Herzgrab. Seine Schwester fand ebenfalls ihre letzte Ruhe in der Kapelle. Ebenfalls erhalten ist das Geburtshaus des großzügigen Spenders. Es befindet sich am Ortsausgang von Kues. Nikolaus von Kues wurde 1401 geboren. Mehr über sein Leben und Werk erfährt man bei einem Besuch der Räume des Hauses.

Tiefgründige Brunnen

Einer der Brunnen, welche die Stadt prägen, ist der Bärenbrunnen. Das Bärenpaar steht stellvertretend für den Bär, der das Wappentier der Stadt ist. Der Marktplatz ist mit Sicherheit einer der malerischsten Plätze Deutschlands. Er wird umrahmt von Fachwerkhäusern, die bis zu 400 Jahre alt sind. Das Renaissance-Rathaus aus dem 17. Jahrhundert grenzt ebenfalls an. Auf der linken Seite befindet sich mahnend der Pranger, an dem im Mittelalter die Delinquenten angekettet dem Spott der Bevölkerung ausgesetzt wurden. Eine Basaltsäule trägt den Erker, auf dem wiederum eine Steinfigur aufgesetzt wurde, die den Welterlöser und seine Weltkugel verkörpert. Am Marktplatz hat zudem der Schutzheilige der Stadt einen Brunnen eingenommen. Es ist kein geringerer als der Erzengel Michael. Der gusseiserne Doctorbrunnen erzählt vom Doctorwein, der Stoff für eine Legende war. Demnach lag ein Erzbischof krank auf der Burg Landshut darnieder. Weil scheinbar kein Mittel die erhoffte Heilung brachte, wurde schließlich ein Winzer an den Hof gerufen, welcher die Fähigkeit hatte, heilenden Wein zu keltern und siehe da: Der Erzbischof wurde wieder gesund. Seine Dankbarkeit zeigte er, indem der Weinberg hinfort „Doctor“ heißen sollte. Die Burgruine Landshut ist heute übrigens ein Gasthaus, in dem man mit Blick auf das Moseltal speisen kann. Bis 1692 thronte sie in voller Pracht über der Mosel. Dann brach ein Feuer aus, der nur noch die Ruine übrig ließ. Ein steiler Weinbergwanderweg führt hinauf.

Andel und Wehlen – Mosel Ferienwohnungen am Goldbach

Das Örtchen Andel gehört ebenfalls zu Bernkastel Kues und zum Ziel so mancher Ameropa Reise. Durch die zauberhafte Landschaft mit saftigen Auen, Weinbergen und blühenden Wiesen fließt ein Flüsschen, der Goldbach, der seinen Namen nicht zu Unrecht trägt. Tatsächlich gab es hier immer wieder Goldfunde. Heute machen sich die Einwohner manchmal einen Spaß daraus und verstecken kleine Goldnuggets, die dann die Finder stolz vorzeigen. Wehlen macht ein Geheimnis um die „fehlende Sieben“. Dabei geht es um eine Sonnenuhr im Weinberg, an der zu jeder Stunde die Zeit abgelesen werden kann, außer zur siebten Stunde, denn das verhindert der Schatten. Warum man diese Sonnenuhr gerade so angebracht hat, dass die Sieben fehlt, ist nicht geklärt. Eine These nimmt an, dass Jodocus Prüm, der Erbauer, diese Zahl einfach nicht mochte.

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